Dienstag, 30. August 2016

Monsterjäger


https://youtu.be/tQYroo9psJo

Hört Ihr Kinder, gebt fein Acht! Monster jagen durch die Nacht. Deine Eltern sagen Dir, es gäbe gar kein Monstertier. Doch in Wahrheit sind sie da und es sind nicht nur ein Paar - Tausende mit spitzen Zähnen, die nach Eurem Blut sich sehnen, trinken sich die Bäuche fett, schlafen unter Deinem Bett.

Doch die Wahrheit ist noch schlimmer, sie kommen nicht aus Deinem Zimmer! Aus den Weiten in der Ferne, kennen sie auch andre Sterne. Unsichtbar so sind sie meist, blutrünstig manche, andre dreist. Wenn sie wirklich zu Dir kommen, gibt es für Dich kein Entkommen. Und was sie dann so mit Dir machen, sind die fürchterlichsten Sachen.

Ja es gibt sie – viele Arten, die auf ihre Chance warten. Manche haben Schlangenhaut, andre sind wie Du gebaut. Auch mit Fühlern und mit Krallen, Tentakel, die im Mondlicht wallen, Insekten, manche – riesengroß! Wehe Dir, sie ziehen los. Traue niemand, Menschenkind, weil die Monster viele sind.

Schlösser, Wände und Bettdecken, helfen Dir nicht beim Verstecken, Manche gehen durch die Wand - plötzlich knarrt es in dem Schrank. Fürcht' Dich nicht, sei lieber stark, Weil jedes Monster Ängste mag. Zeig ihm, das Du mächtig bist, dass Du der bist, der Monster frisst! Sei stets wachsam – unerschrocken, tu Du sie in die Falle locken.

Nun Ihr Kinder gute Nacht, schlafet, bis der Tag erwacht. Wachset groß und werdet stark, Monster lauern auch am Tag. Wenn Ihr erstmal die Jäger seit, habt Ihr nicht nur Euch befreit. Helft den Andren, die schlimm bangen - geht gemeinsam Monster fangen! Nun mach Deine Augen zu, Monsterjäger brauchen Ruh …

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Samstag, 6. August 2016

Der Querdenker

Liebe Freunde, im Herbst vergangenen Jahres beschloss ich, eine öffentliche Pause zum Thema Politik einzulegen: Mit dem Beitrag: „Ich bin dann mal guter Dinge“. Vor einigen Wochen wurde mir dann aber klar, dass die politische und wirtschaftliche Entwicklung unbedingt mehr Kritiker braucht und ich startete einen zweiten Anlauf, mich erneut ins Spiel zu bringen.

Mir war klar, dass es Diskussionen geben wird, die allerdings fast ausblieben. Statt dessen herrschte Stille im öffentlichen Wald und mich erreichten viele Chats und persönliche Telefonate, für die ich mich ganz herzlich bedanken möchte. Betrübt jedoch, über die öffentliche Zurückhaltung, schrieb ich einen Post, der dann doch einige kritische Reaktionen hervorbrachte, da ich „nur mit Vorwürfen“ nicht auf einen informativen Punkt kam. Was sollte ich da tun? Weiter Informationen posten ohne das diese ernsthaft beachtet werden?
Meine persönliche Facebookseite war mir dafür zu schade – ginge doch meine eigentliche Arbeit unter, wenn ich mich zu sehr zur Politik äußern würde. Auch mein Blog war nicht das richtige Medium für das, was man in dem Fall eigentlich bräuchte.
Also beschloss ich eine neue Seite anzulegen, eine „Presseschau + Recherche für eigenständige und unabhängige Denker“, die mit einem Leitfaden für eigenständige Recherche gekoppelt ist. „Der Querdenker“ informiert über alternative und von den breiten Medien gemiedene Informationen, die hier sehr simpel auf den Punkt kommen. Über den Menü-Punkt: „Themen recherchieren“, kann man sich sehr leicht in verschiedene Felder vertiefen und die kurzen suchmaschinenähnlichen Inhalte durchforsten. Auch bei Facebook ist die Seite zu verfolgen.
Also, wer weiterhin nicht auf meine Querdenker-Posts verzichten mag, der liked den Querdenker auf Facebook oder bestellt den Newsletter auf der neuen Webseite. Seit weiterhin mutig und wachsam und lasst euch nicht ab/lenken. Eine differenzierte Haltung und Neugierde ist nichts Schlechtes - wegschauen oder nicht hinterfragen allerdings ...

Der Querdenker: Presseschau & Recherche für eigenständige und unabhängige Denker

Der Querdenker: quergedanke.timvonlindenau.de
Facebook: facebook.com/quergedanke
Leitfaden zur Recherche: recherche.timvonlindenau.de

Samstag, 28. Mai 2016

Ein offener Brief an Angela Merkel | Deutschland hat Angst

Angela, ich überlegte schon längere Zeit dir einen Brief zu schreiben, und als ich gerade damit begann, musste ich direkt zu Anfang stolpern: denn schon bei der Anrede stand ich vor einem Problem, da meine guten Manieren mir verbieten, eine 'unhöfliche Begrüßung' zu wählen. Dass ich Dich hier duze, ist im Übrigen keine Respektlosigkeit dir gegenüber, sondern ein Zeichen dafür, das ich Dir auf einer Augenhöhe begegne, auch wenn sich aus meiner Sicht über diese Ebene streiten ließe.

Wie wir alle wissen - wir die Bürger dieses Landes - stehst du bis auf Deine mächtigen Freunde und die, die sich nicht genau informieren oder die, die deine merk(el)würdigen Ansichten teilen, ziemlich allein auf weiter Flur. Du hast Dich den Interessen des US-Dollars verschrieben und betreibst dabei eine Politik, die, wie Du hoffentlich weißt, Deutschland gegen die Wand fährt. Nun interessiert mich, warum tust Du das? Ist Dir dieses Land der Dichter und Denker, der Erfinder und braven Bürger egal, oder ist Dein Lohn dafür das Du uns verkaufst, so reizvoll das Du dem einfach nicht widerstehen kannst? Oder haben wir irgendetwas nicht richtig verstanden?
Sicher ist Dir bekannt, dass Deine Freunde in Übersee keine Zukunftspläne schmieden, die Deutschland nach dem, was unweigerlich auf Deine Politik hin folgt, in letzter Sekunde retten werden. Die USA liebt sich selbst und versteht eine Menge davon, wie man andere manipuliert, letztendlich ausnimmt und dann fallen lässt.
Dreiviertel der Bürger halten Deine Politik und Propagandamaschinerie für so gefährlich, dass sie sich nicht einmal mehr trauen, mit ihren Freunden und Bekannten darüber zu sprechen. Man verkriecht sich hinter Ängsten und hofft darauf, dass sich alles wieder beruhigt. Die Menschen haben Angst. Ja, die meisten werden diesen offenen Brief auf Facebook nur deshalb nicht „liken“, weil sie sich lieber heraushalten wollen, um nicht bei der Arbeit oder in der Nachbarschaft anzuecken.
Wir wollen kein TTIP, wir wollen keinen sich selbst zerstörenden Kapitalismus, wir wollen keine Gift mischenden Großkonzerne, wir wollen keine „über Leichen wandelnden“ Diktatoren, die brave sozial orientierte Bürger zu Terroristen, rechtsradikalen oder Verschwörungstheoretikern machen. Wir wollen Deine Politik nicht mehr.
Um das schnell noch klarzustellen: Ich bin ein friedliebender und offener Mensch. Ich liebe fremde Kulturen und setze mich, wo es geht, für Fairness ein. Ich bin einer von denen, mit denen man nur schwer Ärger bekommt, da ich Gewalt und Hinterhältigkeit verabscheue. Ich möchte das Leben genießen und friedlich mit anderen (egal woher sie kommen oder an was sie glauben) zusammenleben.
Aber Du und Deine Mitstreiter, Ihr macht mir das Leben schwer. Mir und all den anderen Menschen auf diesem eigentlich so wunderbaren Planeten. Ich bitte Dich daher aufrichtig – höre auf dich in lauwarmen nichtssagenden Worten zu baden, höre auf andere schlecht zu machen nur weil sie sich nicht nach Euren Dollar-Interessen richten, höre auf dem 'sich selbst zerstörenden Wachstum' hinterher zu jagen und höre auf Bundeskanzlerin zu sein.
Bitte tritt einfach zurück und lasse Menschen in Dein Amtszimmer einziehen, die transparent und bürgerorientiert für ein soziales Miteinander und eine friedliche Zukunft agieren.
Und sollte ich all das falsch verstanden haben und sollte es tatsächlich gute Gründe für Dein absurdes Handeln geben, dann höre auf den Mund zu halten und uns wie unmündige Sklaven zu behandeln.

Angela, wir sind die Menschen, für die Du die politische Verantwortung trägst. Wir sind die, die dich und deine Ideen finanzieren, wir sind die, die ausbaden müssen, was Du zu verantworten hast und wir sind die, die sich für ihre Kinder und Enkelkinder eine sichere und friedliche Zukunft wünschen.
Übrigens, die Demokratie, von der Du immer sprichst (die sprichwörtlich leider nicht existiert), macht Dich zu unserer Angestellten. Beachte meinen Brief daher als eine Art Abmahnung.

So, das war's. Wegen Dir ist mir jetzt fast der Kuchen verbrannt. TvL

Donnerstag, 26. Mai 2016

Müllmafia - wie man Verbraucher an der Nase herumführt

Die Kunststoffverpackung, die der kleine Mann beim Einkauf mitbezahlt, kostet ihn Wochen nach dessen Gebrauch ein weiteres Mal Geld: indem er sie durch eine teure Dienstleistung entsorgen lässt. „Teure Dienstleistung? Die Entsorgung ist doch sinnvoll!“ 

Natürlich ist die Entsorgung sinnvoll – aber während mehrere Firmen bereits an der Herstellung und am Verkauf der Verpackung verdient haben, verdient die Müllabfuhr und Verwertung nicht nur an der Entsorgung der Verpackung, sondern auch am weiteren Handel mit dem sehr gefragten Kunststoff, den sie nun zum Teil recycelt und gewinnbringend weiterverkauft. Müll ist wertvoll!

Während dem Konsumenten weiß gemacht wird, sein Kaufverhalten sei schuld an der Verschmutzung der Meere, bezahlt er jede Verpackung dreifach: beim Kauf, bei der Entsorgung und durch Umweltverschmutzung - denn was nicht zu verwerten ist, wird zulasten der Umwelt entsorgt. Wir zahlen und zahlen und zahlen, während sich alle anderen an dem geschickten Geschäftsmodel dumm und dusselig verdienen und dabei nicht mal ein ernsthaftes Interesse an umweltfreundlichen Alternativ-Lösungen haben. Denkt mal drüber nach ...

Montag, 11. April 2016

Und im Schlaf kommt das Monster ...

Die Angst vor dem Wissen - Obwohl ich zu viel weiß, weiß ich, dass ich nichts weiß. Zu viel weiß ich. Soviel, dass ich manches Mal nicht schlafen kann. Keine Ruhe finde, wenn mein Wissen mich wissentlich verwirrt.
Die, die wissen was wir nicht wissen sollen, schaffen Verwirrung mit dem Wissen, dass die Flut an Wissen uns erkennen lässt, dass wir nicht wirklich wissen, was wir zu wissen glauben.

So verwirrend schlägt es auf uns ein, dass der Kopf nach Ruhe schreit. Nach Unwissenheit. Nach dem, was wissentlich zur totalen Erschöpfung führt. Nicht nur in diesem Text, sondern auch da, wo im Zeitalter des Wissens „zu viel allgemeines Wissen“ denen schaden würde, die Verwirrung gekonnt zu stiften wissen. Verwirrung, die zu Meinungsverschiedenheiten führt.
Da, wo die Meinungen auseinandergehen, entstehen Spannungen. Spannungen, die sich entladen wollen. Ungeheure Spannungen. Genährt von Verwirrung, Wissen und Unwissenheit. Von Schlaflosigkeit und Verzweiflung.
Jetzt kommt die Angst. Die Angst vor denen, die zu wissen meinen, dass die anderen es nicht wirklich wissen. Sie schleicht sich ein: die Resignation. Falsche Hoffnung, dass sich alles beruhigen wird. Dass morgen niemand mehr darüber spricht. Gute Resignation. Ich weiß, dass ich nichts weiß und wenn die anderen wissen, dass ich nichts weiß, dann muss ich mich auch nicht vor ihnen fürchten. Dann kann ich schweigen. So wie es alle tun. Schweigen. Schlaf. Stille ...

„WACH AUF!“

Denn plötzlich, ganz leise, während du in warme Kissen gehüllt unwissend vor dich hin schnarchst, öffnet sich knarrend die Tür zu deinem Schlafzimmer und eine kalte herzlose Seele ergreift den sorgfältig abgepassten Moment ...

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Warum es schwer ist, mit „guten Dingen“ erfolgreich zu sein

Seit Anbeginn der großen Mächte unserer Gesellschaft fragt sich der Mensch vor allem eines: „Warum macht die Fliege immer auf den großen Haufen, oder warum sind Menschen mit niederen Absichten so unglaublich erfolgreich?“ Auch ich habe mich das oft gefragt und bin, ich kann es kaum fassen, dieser Tage auf die lang ersehnte Antwort gekommen.

Da ich gern Menschen zu meinem Freundeskreis zähle, die ebenfalls oft grübeln, prüfen und „Gutes“ tun, kam es, das sich in den letzten 14 Tagen mehrmals die bereits benannte Frage stellte. Warum nur immer die „Bösen“? Zunächst glaube ich nicht an Gut & Böse, da die Vielfalt der Natur zu viele Graustufen kennt, um einfach alles in Schwarz & Weiß zu gliedern. Auch muss man bedenken, was bereits die alten Germanen wussten: Man ist immer drei Dinge: Was man denkt, was man ist, was andere denken, was man ist und was man wirklich ist. Kein Gut. Kein Böse. Die Realität hat viele Gesichter.
Aber nun zur großen Frage - ich denke es ist ganz einfach. Zunächst vorweg: Dinge, in die man große Energie investiert, potenzieren sich. Die Quantenphysik lehrt uns zudem, dass unser Verhalten Einfluss auf die Materie nimmt. Kein Hokuspokus - ein Naturprinzip.
Wenn also jemand mit niedrigen Absichten und einem fehlenden Gewissen seiner reinen Gier folgt, lässt er sich aufgrund seines einseitigen Fühlens und starken Willens geistig von nichts aufhalten. Es zählt nur das Ziel – ohne Verantwortung, die ihn durch ständige Zweifel bremsen würde. Ein einfacher Weg zum Erfolg.

Wenn aber jemand mit verantwortlichen Absichten für „das gute“ voranschreitet, wird er auf diesem Weg beständig über „das Übel“ stolpern, es verstehen oder bekämpfen wollen und wirklich viele große Hürden überwinden müssen. Die Verantwortlichkeit, die zum „Guten“ antreibt, steht seiner Potenzierung durch ständige gewissenhafte Ablenkung selbst im Weg! Ein Problem, das ein anderer mit niederen Absichten nicht kennt.
Das ist der simple Grund, warum es schwer ist, Gutes zu tun und warum es leicht ist, niederen Instinkten zu folgen. Was schwer ist (Gutes tun), schafft Mühsal – was leicht ist (Schlechtes tun), schafft Fülle.
Jetzt werden viele sagen: „Das ist ja fatal unfair!“ Aber nein, es ist nur schwer, sich dem Niederen zu entziehen, es links liegen zu lassen und sich unbesonnen auf den verantwortlichen Weg zu konzentrieren, um dessen Kraft so zu potenzieren, wie es sonst meist nur „die Bösen“ vermögen.

Dienstag, 15. September 2015

Hallo Welt – ich bin dann mal „guter Dinge“!

Mit was sich so ein Denker den lieben langen Tag alles beschäftigt, das können sich viele gar nicht vorstellen. Was ist dran, was steckt dahinter, was ist wahr und was ist Quatsch? Es gibt so abstruse Themen, die aber mit so vielen Fakten, Dokumenten, Artefakten und erschreckenden Beweisen beladen sind, das man deren Gewicht nicht leugnen kann und trotzdem vermeide ich es, öffentlich darüber zu sprechen. Ne, jetzt komme ich bestimmt nicht mit dem Nähkästchen oder gleich einer ganzen Schneiderei um die Ecke!

Ich will nur das aufgreifen, was ich eh schon ständig an den Mann und auch die Frau bringe: Aufmerksamkeit ist wichtig und prüfen noch viel wichtiger. Glauben ist nicht wissen und Wissen wäre Macht. Und wenn Wissen jenen Menschen Macht verleiht, die nur an ihren eigenen Profit denken, dann kommen wir zu Krieg, Verfolgung, Lüge und Verrat. Zu Mord und Totschlag, zu Caos und Untergang. Was folgt dann als Nächstes? Es folgt die Kraft, die uns Menschen seit Anbeginn unserer Tage in Atem hält: die Angst! Jene Kraft, die uns retten aber auch ins Verderben führen kann. Der Eine zittert und der Andere spekuliert darauf. Was aber wäre, wenn die Macht in gute Hände fiele? Wenn das Wissen um den Lauf der Dinge dazu genutzt würde, um Freude und Hilfsbereitschaft zu entfachen? Wenn gute Menschen gute Dinge für andere tun – ganz ohne Gegenleistung – allein für einen schönen Tag?

Seit über einem Jahr verfolge ich intensiv das sich zuspitzende politische Geschehen und versuche, halb mutig und halb feige, andere Menschen über die nicht so leicht greifbaren Hintergründe der fatalen Situation aufzuklären. Das war trotz all der Sorgen ein tolles und erfolgreiches Jahr. Ein Jahr des Umbruchs und des Wachstums. Aber was hätte ich nicht alles schaffen können, wenn ich mich mehr den „guten Dingen“ zugewendet hätte? Wie viele schöne Träume hab ich verpasst und gegen Ängste und Sorgen eingetauscht? STOP! Ich will jetzt nicht alles mit Blumen schmücken und mir die Welt schönreden und sagen: „Ist doch eh alles Scheiße, wir können ja doch nichts daran ändern“. Ich habe vielmehr beschlossen, dieser finsteren Zeit mit „guten Dingen“ zu begegnen. Für mich, für Dich und für uns alle. Viele Menschen haben Angst vor der aktuellen Lage, andere sind unsicher und verwirrt, andere aufgebracht und angeblich bereit (für was auch immer) und alle zusammen, geben wir dem Schmutz, den wir nicht direkt selbst angehäuft haben, immer mehr Raum. Das sehe ich nicht ein. Ich werde weiter ein waches Auge haben, aber ich werde selektieren und den Provokationen der Supermächte meine öffentliche Aufmerksamkeit entziehen und ihnen mit dem, was mich beflügelt und glücklich macht, entgegen treten. Schluss mit Rechts & Links und Verschwörungstheorie. Ich bin dann mal „guter Dinge“! TvL

Sonntag, 23. August 2015

NATUR-ENTFREMDUNG 2.0 - Darum ist jedes zweite Kind in Deutschland noch nie auf einen Baum geklettert

http://timvonlindenau.de/bilder/NATUR_ENTFREMDUNG_2_0.mp3
Ich konnte es nicht fassen, als ich das beängstigende Ergebnis einer Studie der Deutschen Wildtier Stiftung lass: Jedes zweite Kind in Deutschland darf nicht auf Bäume klettern, im Wald spielen oder die Möglichkeit wahrnehmen, Wildtiere in der Natur zu beobachten. Das heißt: 49 Prozent aller Kinder im Alter zwischen vier und zwölf Jahren sind noch nie selbständig auf einen Baum geklettert!
Hier geht es zum Audio-Podcast


Was ist nur los mit uns? Je jünger Eltern sind, um so mehr Ängste haben sie laut dieser Studie davor, ihre Kinder allein und unbeaufsichtigt im Wald spielen zu lassen. Die Furcht vor Käfern und Räubern im grünen Dickicht geht nicht von den Kindern aus, sondern sie wird von den Eltern der jüngeren Generation auf ihre Kinder übertragen – und das wundert mich nicht: Seit ich im Frühjahr 2015 mein trautes Heim im Wald bezogen habe, höre ich immer wieder den gleichen Satz von Besuchern, die den langen unbefestigten Weg durch den tiefen Wald zu meinem abgelegenen Haus fanden: „Hier würde ich keine Nacht überstehen!“ Ich frage dann immer: „Denkst du allen Ernstes, dass sich nachts irgendein Räuber im dunklen Wald herumtreibt?“ Nein, tut er nicht! Denn er hätte die gleichen Ängste wie jeder andere, der einen so geringen Bezug zur Natur hat, das er sich aus angeblicher Sicherheit immer weiter von ihr entfernt. Eine sich daraus ergebene Tatsache ist aber: Je mehr Menschen sich vor der Natur fürchten, um so sicherer wird sie, einleuchtenderweise, als Rückzugsort.
Wenn ich dann so Sätze wie: „Freizeitaktivitäten sind so teuer“, „Ich fühl mich manchmal so leer“ oder „Dieser Stress macht mich total fertig“ höre – von Menschen, die behaupten Bäume machen Dreck vorm Haus oder Käfer seien kleine Monster, dann mache ich mir um so größere Sorgen um die Zukunft unserer Kinder! Kinder, die genau so wie wir Erwachsenen den Bezug zur Natur brauchen, weil wir alle ein Teil dieser Natur sind und physisch, wie auch geistig von ihr abhängig sind. Eine schöne und sinnvolle Abhängigkeit im Übrigen – man nennt sie auch Symbiose.
Ich schlage vor, wir finden vor dem nächsten Upgrade auf NATUR-ENTFREMDUNG 2.1 einfach zurück zur Natur! Wie wir das angehen sollen? Das ist kinderleicht – ihr werdet sehen ... timvonlindenau.de

Donnerstag, 13. August 2015

Gespaltene "Arschlöcher" ...

Wir lieben es unsere Meinung zu vertreten und dieses „Vertreten“ nehmen wir sehr ernst. Nein, vertreten „die“ sehr ernst: die „um sich tretenden Meinungshetzer und Allesbesserwisser“. Ich möchte mich distanzieren von jenen Menschen, die anderen ständig ins Zeug reden und jedem ihre gepriesene Meinung auf abschätzige Weise kundtun. Ich brauche die Meinung anderer, aber so wie Kritik konstruktiv sein sollte, sollte auch eine Meinung frei von Verurteilung sein.

Wir wachsen immer weiter zu einer gespaltenen Gesellschaft heran. Warum? Die breitgefächerten und unterschiedlichen Medien treiben einen Keil zwischen Meinungen, zwischen Menschen. Ich habe hier niemanden benannt und ich will auch nicht behaupten, dass jemand die Absicht besitzt, unsere Gesellschaft zu spalten. Es geht nur um eines: egal ob Zeitung, Nachrichten, Nachbarn oder Fremde im Netz – zu viele posaunen ihre voreingenommene meist einseitige Meinung möglichst lautstark und aggressiv. Völlig egal, um was für ein Thema es geht. Kaum jemand kommt mal auf die Idee, dem anderen seine persönliche Auffassung einfach so zu lassen. Kaum eine Redaktion holt noch die gute alte Gegenstimme ein. Wer schreibt in Kommentaren mal so einfache Sätze, wie: "Das ist ja interessant. So hab ich das noch gar nicht betrachtet. Wie kommst Du darauf?“ Stattdessen ist jeder dem anderen sein Arschloch. Und zwischen den Arschlöchern tut sich ein riesiger Spalt auf. Leute, lernt die Dinge von zwei Seiten zu betrachten und hört auf übereinander herzufallen. Hört auf mit der Hetze und erinnert Euch:

ARSCHLOCH SAGT MAN NICHT.

Liebe Pressekollegen, holt mal wieder Gegenstimmen ein, öffnet Euch für Andere und befreit Euch von Euren Abhängigkeiten. Liebe Hater, besucht mal einen Benimm-Kurs und entdeckt die Freude am menschlichen Umgang miteinander. Liebe Festgesessenen, holt mal ganz tief Luft und überwindet Euch dazu die Andersdenkenden einmal ausreden zu lassen. Betrachtet die Welt auch mal aus Euch bisher fremden Blickwinkeln. Freut Euch für andere - ohne Neid. Akzeptiert das der Nachbar anders denkt. Entdeckt fremde Welten in den Köpfen Eurer Mitmenschen. Seit doch zur Abwechslung mal lieb zueinander! Geld und Macht und Aufpusten ist nicht alles im Leben. Entdeckt den Spaß daran, anderen zu helfen. Eines ist ganz wichtig, wenn wir den Spalt zwischen uns nicht vergrößern wollen:

Ganz tief Luft holen und nicht gleich platzen! Das hilft sicher ... TvL

Mittwoch, 8. Oktober 2014

El Pepe der edelmütige Präsident

Uruguays Präsident El Pepe überlässt den Schwachen in seinem Land 90% seines Präsidentengehaltes.

Ihm bleiben da noch 1.250 US-$. „Das sei genug Gehalt“, sagt er, „schließlich leben die meisten Bürger mit noch viel weniger“. Der Ex-Guerillakämpfer verbrachte satte 14 Jahre seines Lebens überwiegend in Einzelhaft und nutzte die lange Zeit, um zweimal den Mauern seiner Haft zu entkommen. Der bekennende Atheist fährt im Übrigen einen alten VW-Käfer und züchtet nach eigenen Angaben Blumen.

Geboren wurde der bescheidene José Alberto Mujica Cordano, genannt El Pepe, am 20. Mai 1935 in Montevideo. Er lebt mit seiner Frau auf einem kleinen Bauernhof und ist seit dem 1. März 2010 amtierender Präsident von Uruguay. Von den Medien geliebt wird der sozial engagierte Linke von anderen gehasst. Er legalisierte den kontrollierten Anbau von Marihuana, gab der Homo-Ehe grünes Licht und ermöglichte die Abtreibung in seinem Land.

Freitag, 25. Juli 2014

Papst Franziskus Superstar

Nie zuvor trat ein Papst so populär ins Licht der Öffentlichkeit wie Jorge Mario Bergoglio. Jetzt gibt es auch die >Papst-Bravo<.

Der erste Lateinamerikaner und Jesuit in diesem Amt hat bereits mehr als zwölf Millionen Follower auf Twitter, ziert die Titelseite des „Rolling Stone“, ist für den Friedensnobelpreis nominiert und wurde vom Vatikan in Form eines Graffitis in Superman-Pose getwittert – mit ausgestreckter Faust und wehendem Umhang! Doch damit nicht genug erscheint nun auch die Papst-Bravo in Form des Magazins >Il Mio Papa< (übersetzt: Mein Papst) mit einer Auflage von drei Millionen Exemplaren inklusive Faltposter des obersten Hirten der Katholiken. Herausgegeben wird das Fan-Magazin im Übrigen vom italienischen Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.

Geboren wurde der ehemalige Erzbischof am 17. Dezember 1936 in Buenos Aires, Argentinien. Seit dem 13. März 2013 ist der gelernte Chemietechniker und studierte Theologe der 266. Papst der römisch-katholischen Kirche. Er kämpft mit einer umstrittenen Vergangenheit aus der argentinischen Militärdiktatur und gilt trotz dessen und trotz seines neuerlichen Titels >Papst Franziskus Superstar< als asketischer Mann Gottes, stiller Intellektueller und man bezeichnet ihn als wortkarg und medienscheu. Aha ...

Freitag, 11. Juli 2014

Kurz erklärt: Woher die Idioten kamen

Der Idiot war lange Zeit vor seiner gesellschaftlichen Herabstufung als wertfreie Privatperson bekannt. Ein Idiotes hielt sich bei den alten Griechen aus öffentlich-politischen Angelegenheiten heraus und nahm bewusst keine Ämter wahr. 

Erst ins lateinische idiōta übernommen verschob sich die Bedeutung erstmals ins Negative, hin zum Laien - zum Nicht-Spezialisten oder Stümper. Von dort war es nicht mehr weit zur Person mit einem geringen Bildungsgrad.
Im 20. Jahrhundert erreichte das Schicksal der Idioten seinen tiefsten Punkt, indem das heute beliebte Schimpfwort seine niedrigste Bedeutung erlangte und sogar in der Medizin unter der Prognose Idiotie seinen Platz fand. Da haben wir es. Alle Idioten waren einstmals harmlose zurückhaltende Privatpersonen. Habt Nachsicht!

Samstag, 5. Juli 2014

Kurz erklärt: Mode / Fashion

FASHION [Mode] bezeichnet eine als zeitgemäß geltende Art, bestimmten Trends zu folgen, sofern diese Art nicht von großer Dauer ist, sondern im Lauf der Zeit immer wieder durch gesellschaftliche Prozesse verändert wird. Fashion zeigt also Momentaufnahmen eines steten Wandels, mit dem kurzfristige Äußerungen des Zeitgeistes zutage treten. Fashion ist auch ein Lebensgefühl, ein Stil, eine Art sich zu äußern und sich in der Gesellschaft gemeinschaftlich kreativ zu entwickeln.

Freitag, 4. April 2014

Ein offener Brief an Uli Hoeneß

Lieber Uli, sicher bist du nun geknickt und verstehst nicht, warum sie dich trotz deines sozialen Engagements und Deiner grandiosen Persönlichkeit eingebuchtet haben. Ehrlich Uli, das ist auch gar nicht so einfach zu verstehen, wenn man hauptsächlich in eine einzige Richtung denkt.

Damit du in den nächsten Jahren was zum Grübeln hast, habe ich mir die Mühe gemacht, und dir zwei grundlegende Formen unserer Gesellschaft kurz und knapp erläutert. Vielleicht kommt Dir beim Lesen ja die ein oder andere Idee, wie die Welt funktioniert, oder auch nicht. DER KAPITALISMUS, dem Du angehörst, ist eine Art wirtschaftliche Gesellschaftsordnung, die auf Privateigentum und Steuerung innerhalb der Produktion und dessen Konsum beruht. Die zentralen Merkmale sind in Anbetracht des geschichtlichen Wandels und der zahlreichen Definitionen zwar umstritten, dürfen aber kurzgefasst als "Streben nach Gewinn" bezeichnet werden. Das mag in Deinen Augen den ganz normalen Rahmen für Arbeit und Gesellschaft darstellen, aber da gibt es noch die Kehrseite, die Dir nun Kopfzerbrechen bereitet, und die daran schuld ist, dass Du glaubst, die Welt nicht mehr zu verstehen: Es ist DER SOZIALISMUS. Der steht im Gegenteil zum Kapitalismus und besitzt ebenfalls keine eindeutige Definition, beschreibt aber eine breite Palette von politischen Ausrichtungen, die im Grunde als revolutionäre Bewegungen verstanden werden dürfen, welche den Kapitalismus auf dem Weg zur Demokratie überwinden wollen und für Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität stehen. Ja, hinter diesen zwei Gesellschaftsformen versteckt sich die Antwort auf die Frage, was sich mit wem beißt, warum Dich manche verstehen und andere wiederum nicht. Glaub mir, ich weiß, wie sich das anfühlt, wenn einen die Ahnung ereilt, fast nur von Idioten umgeben zu sein. Aber das gehört zum Leben dazu und je höher man steigt, um so tiefer geht der Fall, was dir in den kommenden Wochen sicher im Besonderen bewusst werden wird. Ich wünsche Dir jedenfalls eine gute Zeit, spann mal ordentlich aus und denk vielleicht auch mal über Dinge nach, die Dir zuvor nie in den Sinn gekommen sind. TvL

Donnerstag, 13. März 2014

Kurz erklärt: Kapitalismus & Sozialismus

DER KAPITALISMUS umschreibt den Teil unserer Gesellschaft, der den Handel und die Produktion steuert und daraus möglichst viel Geld in die eigene Tasche wirtschaftet.

Genauer erklärt ist der Kapitalismus eine Art wirtschaftliche Gesellschaftsordnung, die auf Privateigentum und Steuerung innerhalb der Produktion und dessen Konsum beruht. Die zentralen Merkmale sind in Anbetracht des geschichtlichen Wandels und der zahlreichen Definitionen zwar umstritten, dürfen aber kurzgefasst als "Streben nach Gewinn" bezeichnet werden.

DER SOZIALISMUS steht für den Teil unserer Gesellschaft, der sich gegen den Kapitalismus auflehnt, um seiner Meinung nach mehr Gerechtigkeit für alle zu schaffen.
 
Genauer erklärt ist der Sozialismus eine Art Gesellschaftsordnung, die für soziale Strukturen eintritt. Sie besitzt ebenfalls keine eindeutige Definition, beschreibt aber eine breite Palette von politischen Ausrichtungen, die im Grunde als revolutionäre Bewegungen verstanden werden dürfen, welche den Kapitalismus auf dem Weg zur Demokratie überwinden wollen und für Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität stehen.

Dienstag, 4. März 2014

Warum die Bäume nicht mehr reden

https://picasaweb.google.com/100128417370826768814/GesichterDerNatur?noredirect=1
Alte Mären überliefern etliche Weissagungen der Bäume an den Menschen – Sie, die die wahren „Säulen der Erde“ sind, waren seit je her Ratgeber und Weise der Natur. Aber was nach Erzählungen, noch vor 200 Jahren für die Menschen selbstverständlich schien, dass die Bäume reden, ist heute mehr als fragwürdig …

In ihnen hausen Hexen, Kobolde und andere Fabelwesen. Die weise Eule sitzt im Zwielicht ihres Geästs und gleitet lautlos zwischen ihren mächtigen Stämmen hindurch, während der Wind das Holz ächzen und krachen lässt. Im Rauschen der Blätter schwingen ihre Geschichten. Geschichten aus Urzeiten, die über Generationen hinweg erzählt, von Baum zu Baum, von Wald zu Wald über die Weiten der Kontinente getragen wurden. Es sind die Geschichten der Bäume. Mit ihren mächtigen Kronen greifen sie alles auf, was in ihrer Umgebung geschieht, mit ihren Wurzeln, die tief in die feuchte und dunkle Erde ragen, sind sie ein fester beständiger Teil unseres Planeten.  Menschen, Tiere, Pflanzen, Kriege und Bauten – was auch immer auf Erden weilt, gerät irgendwann unweigerlich in den Kreislauf der Bäume. Mit Ehrfurcht muss man den hölzernen Riesen begegnen, diesen Alten, anscheinend alles Überdauernden, Gestalten.

Aber was ist dran an den Geschichten von sprechenden Bäumen? Kann man in den Wald gehen und dort von einer fragwürdigen Realität überzeugt werden? Im Gespräch mit einem Baum?

Wenn man die Sache mal ganz nüchtern betrachtet, muss sich jeder Baumfreund wohl erst einmal mit der Tatsache abgeben, dass Bäume keine Stimmbänder, geschweige denn einen Mund besitzen, mit dem sie zwischendurch einen lockeren Plausch halten können. Aber geben wir dem absurden Gedanken eine zweite Chance, so raunen die Bäume mit rauschenden Blättern, Ästen und Zweigen – und was deren Mund betrifft, so hat die Natur bei manchem Baum, vielleicht extra für den Menschen, zumindest eine Illusion geschaffen, die den Gedanken an ein Gespräch im Grünen geradezu beflügelt.
Das Rauschen in den Kronen der Bäume ist sicherlich vielseitig interpretierbar. Hier offenbaren sich dem Lauscher alle erdenklichen Geschichten und Melodien. Doch um dem wissenschaftlich und zeitgemäß auf die Spur zu kommen, hat sich auch die Forschung schon länger mit diesem Thema beschäftigt und Erstaunliches entdeckt:
Dr. Dieter Volkmann forscht seit dreißig Jahren an der Zellbiologie der Pflanzen. Er und seine Kollegen wollen wissen, wie Pflanzen ihre Umwelt wahrnehmen. Dabei stellte sich heraus: Pflanzen kommunizieren untereinander und man kann sogar von einer Art Intelligenz unter ihnen sprechen. Sie nehmen ihre Umwelt wahr und reagieren auf verschiedenste Faktoren. Die Forscher entdeckten in Pflanzen sogar eine Molekülgruppe die auf Nerven hinweist, welche die Pflanzen eigentlich gar nicht haben dürften ... Haben wir die Pflanzen verkannt und unterschätzt?
Die Bäume, wie auch andere Pflanzen, kommunizieren also auf molekularen Ebenen untereinander. Sie können auf Umwelteinflüsse reagieren und sich durch Gespräche untereinander sogar auf Fressfeinde einstellen. Wenn Bäume aber tatsächlich so etwas wie ein Nervensystem innehaben, dann bedeutet das, dass wir unsere knorrigen Nachbarn tatsächlich als fühlende Lebewesen erkennen müssen.
Aber zurück zur Frage, „Warum die Bäume nicht mehr reden“, welche wir ja nur beantworten können, wenn wir sicher sind, ob sie überhaupt jemals gesprochen haben. Dass Bäume untereinander plaudern, ist also gewiss. Aber sprachen sie jemals zu uns Menschen?
Vor noch nicht all zu langer Zeit war diese Frage für die meisten leicht zu beantworten – zu einer Zeit, in der nicht nur die Kinder an Heinzel und sprechende Bäume glaubten. Zu einer Zeit vor der Industrialisierung, aus der uns von so vielen Quellen überliefert wurde, was uns heute als Blödsinn erscheint. Wenn wir den unzähligen Märchen und Überlieferungen glauben schenken, dann haben die Bäume auch zu uns gesprochen. Sie standen dem offenen Herzen in schwierigen Momenten und kritischen Situationen bei, gaben Rat, wo der Mensch nicht weiter wusste und bereicherten unsere Welt mit ihrer Weisheit. Unser Glaube und der Wandel unserer Gesellschaft behalten das Geheimnis der sprechenden Bäume wohl in ihrem Bann und beantworten uns diese absurd scheinende Frage wie selbstverständlich. In einer Zeit, die sich von den alten Pfaden entfernt hat und die sich rasant einer Zukunft widmet, die für ein Gespräch zwischen Mensch und Baum wenig Platz lässt - ist es da vielleicht eher der Mensch, der verlernt hat mit den Bäumen zu reden?